Samstag, April 21, 2012

Comics als Realfilme

Immer wieder erscheinen Realfilme die auf Comicvorlagen beruhen. Ich rede hier also nicht von Trickfilmen mit süssen kleinen Hunden, Mäusen oder Fischen, die ihre Eltern oder das große Glück suchen, sondern von fantastischen, harten brutalen Filmen mit lebendigen Schauspielern in irrwitzigen Kulissen. Einer der Vorreiter in diesem Genre war "Dick Tracy" von  1990 mit Warren Beatty in der Titelrolle. Der Comicvorlage wurde durch eine deutliche Farbchoreographie genüge getan. Der gelbe Mantel von Dick Tracy bleibt unvergessen.

Weitere Beispiele werden hier aufgelistet ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Die Filme der "Transformers"- und "G.I. Joe"-Reihe gehören eher in die Kategorie Spielzeug-Merchandising und sollen hier nicht weiter beachtet werden. Neuester Treffer (Welch ein Wortspiel!) in dieser Reihe ist  "Battleship", wo es tatsächlich gelungen ist, aus dem simplen "Schiffeversenken" einen anderthalbstündigen Spielfilm mit so etwas wie einer Handlung zu machen.

Mit den Filmen "Fantastic Four" (nach Comics von Stan Lee), "Hellboy", "Green Lantern"  und "The Green Hornet" kommen wir langsam zum uramerikanischen Genre des Superhelden-Comics. Mir fehlt die Kraft und Sachkenntnis diese Filme alle im Detail zu analysieren. Abschließend nur noch ein Hinweis auf die neuesten Aktivitäten des Comic-Verlags Marvel: Nach der eher misslungenen Verfilmung von "Hulk" (2003) mit Eric Bana beschloss man wohl im Hause Marvel die Verfilmungen der eigenen Comics selbst in die Hand zu nehmen. So entstanden in den letzten Jahren nach und nach die bessere Verfilmung "Der unglaubliche Hulk" (2008) mit Edward Norton, "Iron Man" (2008) mit einem humorvollen und selbstironischen Robert Downey Jr., "Thor" (2011) und "Captain America" (2011). Dieses Jahr schließlich wird der Masterplan des Hauses Marvel endlich umgesetzt. Bei "The Avenger's" (2012) machen die soeben genannten Superhelden alle mit und dürfen gemeinsam die Welt retten. Damit werden die Filme zu einer Serie. Wer einen Film gesehen hat, muss die anderen auch alle sehen und die Umsätze klettern kontinuierlich und zuverlässig. Inhaltlich will ich das - wie gesagt - nicht weiter kommentieren, Superhelden-Business halt, da kennen sich  andere besser aus.

Mehr Informationen zu Superhelden im Film finden Sie hier:
Erweiterte und aktualisierte Version vom 21.04.12

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Donnerstag, März 29, 2012

Was ist Trash?

Schwierig zu definieren. Bei Wikipedia gibt es diesbezüglich einen längeren Eintrag.
Auf jeden Fall sollte die Handlung möglichst unsinnig sein, sich aber trotzdem ernst nehmen. In diese Kategorie gehört auf jeden Fall "Sumuru - Schiffbruch auf dem Planeten der Frauen" mit Michael Shanks, den man aus Stargate kennt. Ein weiterer sehr schöner Trash-Film ist "John Carpenter's Ghosts of Mars" mit Natasha Henstridge, Ice Cube and Pam Grier und einem blutjungen Jason Statham. Pam Grier schreitet in einem völlig überflüssigen aber sehr dekorativen Ledermantel über den Mars und ihr Kopf landet im weiteren Verlauf des Filmes auf einer Stange. Ein weiterer Lieblingsfilm dieses Genres ist "Battlefield Earth" mit John Travolta und Forest Whitaker. Fragen über Fragen gibt es hier für den Zuschauer. Wie überleben die Menschen in einer steinigen Einöde? Wenn sie nahezu wie Höhlenmenschen vegetieren, wieso kann der Hauptheld plötzlich lesen? Wieso haben die Aliens dermaßen primitive Technologien zur Goldgewinnung? (Man sieht Arbeitssklaven mit Hämmern um große Schmiedefeuer herum.) 

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Dienstag, März 27, 2012

Roger Corman - Der König der Exploitation-Filme


Auf Arte lief eine Dokumentation über Roger Corman mit dem Titel "UFOs, Sex und Monster - Das wilde Kino des Roger Corman". Dabei habe ich vieles Interessantes erfahren. Er hat immer darauf geachtet unabhängig zu bleiben. Dadurch waren seine Budgets häufig beschränkt, da er meist nur sein eigenes Geld einsetzen konnte. Im Ergebnis entstanden viele kleine, billige Produktionen mit reisserischem Inhalt, je nach Dekade und Zustand des Zeitgeistes und der Zensur zunächst über außerirdische Monster und Horrorfilme und später (in den 70er Jahren) mit Sex und Erotik aufgeladene Streifen.  
Etliche Ideen für aktuelle Filme stammen von ihm, so z.B. "The Fast and the Furious" (Original von 1955, Remake von 2001) und "The Little Shop of Horrors" (Original von 1960, Remake von 1986) .
Er war "Lehrmeister" -wenn ich so sagen darf- für Regisseure wie Peter Bogdanovich, Francis Ford Coppola und Martin Scorsese. Diese inszenierten ihre ersten Filme unter seine Produktion. 
Er gab vielen heute bekannten Schasupielern erste Hauptrollen oder überhaupt eine Rolle wenn niemand anderes ihnen eine geben wollte. Dazu gehören Jack Nicholson, Whilliam Shatner ("The Intruder" oder auch "White Terror"), Dennis Hopper, Robert de Niro ("Bloody Mama"), Tommy Lee Jones ("Jackson County Jail") und Pam Grier. Peter Fonda hatte davor schon Erfolge mit anderen Filmen gehabt. Mit dem Corman-Film "Die wilden Engel" über die Hells Angels gelang ihm ein dramatische Imagwechsel. Darauf folgte "The Trip" ein Film über Drogen wie LSD. Die Synthese dieser beiden Themen inspirierte Peter Fonda schließlich zu seinem eigenen Film "Easy Rider".
Ein besonderes Kapitel der Filmgeschichte sind sicher seine Bearbeitungen sowjetischer Science-Fiction-Filme in den 1960er Jahren. Die eher enrsthaften Sowjetfilme wurden mit schlüpfrigen Szenen halbnackter Frauen aufgepeppt, damit sie den Geschmack des amerikanischen Publikums besser genügten. Stellen Sie sich vor wie Roger Corman zu seinem jungen Mitarbeiter Francis Ford Coppola sagt: "Nimm ein paar blonde Frauen, stecke sie in wallende Gewänder und dreh ein paar Szenen. Die darfst Du dann in den Film reinschneiden. Dann wird da noch ein interessanter Film draus." [Diese Ansprache ist fiktiv!] 

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Samstag, März 03, 2012

"Winchester 73" versus "Fahrtenbuch"

Heute einmal einen Vergleich zwischen Film und Buch. Die Themen, die Zeit und die Handlung sind vollkommen unterschiedlich, der dramaturgische Kunstgriff um die Geschichte aufzubauen ist der Gleiche. Im Film "Winchester 73" dreht sich die gesamte Story um besagtes Gewehr. Ein Cowboy gewinnt dieses bei einem Schießwettbewerb, unmittelbar danach wird es gestohlen und wandert von Hand zu Hand. Der Zuschauer folgt immer weiter dem Gewehr bis zu einer Schießerei in den Rocky Mountains.
In dem Buch von Niklas Maak "Fahrtenbuch. Roman eines Autos" folgt der Leser der Spur eines Mercedes 350 SL, Baujahr 1971. Das Auto wandert von einem Besitzer zum Nächsten, das ist der rote Faden des Buches.
Gibt es eigentlich einen Fachbegriff für diese Art des Handlungsaufbaus? Ein McGuffin ist es nicht. Diesen Begriff hat Alfred Hitchcock für ein Objekt eingeführt dessen Inhalt wir nicht kennen, der aber dazu dient die Handlung auszulösen oder voranzutreiben.

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Dienstag, Januar 24, 2012

Defiance versus Falling Skies


"Verfolgte fliehen vor fremden Invasoren und versuchen im besetzten Land zu überleben. Es geht nicht nur um die Abenteuer der Kämpfer, sondern um das Überleben von von Frauen, Kindern und alten Menschen." Diese Beschreibung passt sowohl auf den Film "Defiance" ("Unbeugsam") mit Daniel Craig, als auch auf die Serie "Falling Skies". "Defiance" ist wesentlich mittreissender und bewirkt stärkere Empathie als die genannte Fernsehserie. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass man sich in die Situation im zweiten Weltkrieg besser hinein versetzen kann, als in eine völlig ersponnene Science Fiction-Serie.

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Freitag, Januar 20, 2012

Das Fenster zum Hof versus Disturbia


Der Hauptdarsteller ist an seine Wohnung "gefesselt". Beim Hitchcock-Film "das Fenster zum Hof" geschieht dies durch ein gebrochenes Bein. Bei "Disturbia - Auch Killer haben Nachbarn" ist es mehr eine Fesselung im wörtlichen Sinn, indem der Protagonist eine gerichtlich verordnete elektronische Fußfessel trägt. Shia LaBeouf gelingt es meiner Meinung nach recht gut den Stoff in die Gegenwart zu übertragen. Es ist keine regelrechtes Remake sondern eher eine Neuinterpretation des Stoffes. Übrigens gab es auch ein Remake des Hitchcock-Klassikers von 1954. Diese entstand 1998 mit Christopher Reeve und Daryl Hannah. Habe ich aber nicht gesehen, kann ich nichts zu sagen.

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Samstag, Oktober 29, 2011

Familienwerte bei Breaking Bad


Das höchste Gut im amerikanischen Film ist in jedem Fall die Familie. Diese Grundregel trifft auch bei Breaking Bad zu. In der Folge "Mas" erklärt Gustavo Fring: "Was tut ein Mann Walter? Ein Mann sorgt für seine Familie. Wenn Sie Kinder haben, haben sie immer Familie. Sie werden immer ihre Priorität sein, ihre Verantwortung. Und ein Mann, ein Mann sorgt für sie. Und er macht es auch wenn man es ihm nicht dankt, oder ihn nicht respektiert, oder ihn nicht liebt. Er beißt einfach die Zähne zusammen und steht das durch, weil er ein Mann ist."

Zur Definition und Bedeutung des Begriffes Familienwerte siehe im englischsprachigen Wikipedia unter  "family values".

Wer mehr zur "Chemie" bei Breaking Bad erfahren möchte, kann sich die Einträge zum Thema in diesem Blog anschauen.

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Dienstag, März 15, 2011

Eine Pseudodokumentation ist kein Docutainment

Diese beiden Kategorien sollte man klar unterscheiden. Die Filme von Michael Moore sind Docutainment. Er verwendet ausschließlich Dokumentaraufnahmen, versieht diese jedoch mit Kommentaren und Erläuterungen, die weit über das im klassischen Dokumentatarfilm übliche Maß hinaus gehen. Dadurch macht er seine Filme, z.B. Fahrenheit 9/11 oder Bowling for Columbine, zwar spannender und unterhaltsamer, es ist aber nicht unbedingt alles wahr, was er andeutet, sich selbst fragt und dem Zuschauer suggeriert. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten, wenn man diese Filme sieht. Auch Fernsehserien wie "Elefant, Tiger & Co." oder "Auf Streife" könnte man als Docutainment bezeichnen.
Eine Pseudodokumentation kommt uns stattdessen im Gewand eines Dokumentarfilms entgegen, ist aber keiner, sondern ein Spielfilm mit richtigen Schauspielern und einem Drehbuch. Es werden nur aus dramaturgischen Gründen Elemente des Dokumentarfilms verwendet, z.B. eine wackelnde Handkamera, (Pseudo-)Interviews oder der Hauptdarsteller wendet sich mit Kommentaren direkt an die Kamera. Die erste Pseudodokumentation die ich sah, war "Mann beisst Hund". Auf ähnlicher Wellenlänge war "Henry, Porträt eines Serienmörders". Die beiden Filme sind aber schon älter (1992 bzw. 1986) und heute nahezu vergessen. Von 1999 ist "Gnadenlos Schön" über den ich erst letztens in einem Beitrag berichtete.

Bei Wikipedia werden die einzelnen Sonderformen des Dokumentarfilms etwas anders benannt und aufgeteilt.

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Sonntag, März 13, 2011

The Bank Job

Cooler Thriller über einen Banküberfall in der Baker Street in London. Die Geschichte beruht auf einen tatsächlichen Bankraub im Jahr 1971. Im Film werden während der Raubes kompromittierende Fotos von einem Mitglied der königlichen Familie mit eingesackt. Die sich daraus entwickelnden Verwicklungen gipfeln in einem wahnwitzigen Finale in der Paddington Station, bei der Geheimdienst, Polizei, Bankräuber und brutale Vertreter der organisierten Kriminalität aufeinander treffen. Absolut sehenswert! Jason Statham ist wieder einmal genau am richtigen Platz und braucht auch keine Stromstöße wie bei "Crank 2", um die Handlung voran zu treiben.  
Eine ganz gute Inhaltsbeschreibung gibt es bei Wikipedia. Mehr über die Schauspieler usw. bei der Internet Movie Database.

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Donnerstag, März 03, 2011

Eine beissende Satire

Gnadenlos Schön (Drop Dead Gorgeous) ist der Titel einer beissenden Satire über den Schönheitsköniginnen-Kult in den USA. Nebenbei werden auch noch platter Patriotismus und Bigotterie auf die Schippe genommen. Kirsten Dunst spielt das unschuldige Mädel vom Lande, die mehr oder weniger durch Zufall von einer Qualifikationsrunde zur nächsten gelangt. Denise Richards ist (zunächst) ihre Widersacherin, mit einem bezaubernd falschen Lächeln, eine Meisterin der Heuchelei. Kirstie Alley als Mutter und Organisatorin der ersten Runde des Schönheitswettbewerbs, tut alles, wirklich alles, damit ihre Tochter gewinnt. Ein Bühnenscheinwerfer erledigt eine Konkurrentin, der Wohnwagen der Hauptdarstellerin explodiert. Zum Glück ist sie in diesem Moment nicht zu Hause, es erwischt stattdessen ihre Mama. Diese wird überzeugend von Ellen Barkin gespielt, als White-Trash-Lady. Nach der Explosion des Wohnwagens ist ihre rechte Hand an einer Bierbüchse festgebrannt! Ein Spruch an ihre Tochter lautet: "Ich möchte, dass du es hier raus schaffst. Sonst siehst Du in zwanzig Jahren so aus wie ich - als hätte dich jemand hart geritten und feucht in den Stall gestellt."
In einer kleinen aber sehr schönen Rolle ist Brittany Murphy zu sehen.

Der ganze Film ist als Pseudodokumentation angelegt. Das erzeugt einen eigenartigen Humor. Überhaupt was gibt es noch für Pseudokumentationen? Darüber mehr demnächst.

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Freitag, Februar 18, 2011

Groupies Forever

mit Susan Sarandon und Goldie Hawn (Originaltitel: The Banger Sisters). Darin gibt es eine Szene bei der beide einen Karton voller Polaroidfotos mit Abbildungen bestimmter Körperteile von Rockstars über den Fussboden verstreuen. Im Radio hörte ich mal eine wirre Geschichte von den "Plaster-Caster Sisters", die angeblich Gipsabgüsse der primären Geschlechtsmerkmale von Rockstars gemacht haben sollen. Gab es so etwas wirklich? Eine kurze Recherche im Internet ergibt tatsächlich Treffer für Cynthia Plaster-Caster. Schaut Euch die Webseite an und staunt selbst über den menschlichen Ideenreichtum!

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Freitag, Februar 05, 2010

Boston Legal

Die Serie Boston Legal ist wunderbar und lehrreich. Wunderbar wegen der Schauspieler. Denny Crane (William Shatner), der als angeblich dementer Trottel ("Ich habe Rinderwahn") jede Frau anbaggert, aber im Ernstfall durchaus noch ein exzellentes Plädoyer halten kann. Ausserdem Alan Shore (James Spader), der (fast) jeden Fall gewinnt, immer für Gerechtigkeit und seine liberalen Ansichten kämpft. Lehrreich, weil man dort Krankheiten und Absonderlichkeiten des menschlichen Lebens kennenlernt, die es in dieser Konzentration scheinbar nur in den USA gibt: Das Asperger-Syndrom kombiniert mit einem leichten Tourette-Syndrom führt während der Gerichtsverhandlung zu leichten Schnalzern und kleinen Hüpfern. Weiter geht es mit Objektophilie und den neuesten Erkenntnissen aus der Biochemie - Oxytocin, das Hormon welches Vertrauen schafft. Als Zugabe kommen noch zahlreiche Fälle über die es sich tatsächlich nachzudenken lohnt: Darf man einen todkranken Mann sterben lassen? Darf man Vietnamveteranen die Gesundheitsversicherung streichen? Kann man die Schule verklagen, wenn das Kind soviel lernt, dass es total übermüdet einen tödlichen Verkehrsunfall erleidet?

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Freitag, Oktober 23, 2009

"Entgleist"

Clive Owen in der Hauptrolle macht seine Sache gut und darf ordentlich leiden. Jennifer Aniston ist mal nicht die nette junge Frau von nebenan. Vincent Cassel gibt äußerst glaubwürdig den übelsten Kriminellen der letzten Jahre. Insgesamt ein sehenswerter Thriller.

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Mittwoch, September 23, 2009

Ultrabrutal

"The Way of the Gun" mit Benicio del Toro und Juliette Lewis als schwangerem Entführungsopfer.

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Samstag, März 21, 2009

Problemschüler an der High School - Isabel Adjani vs. Michelle Pfeiffer

Ich sah den Film "Heute trage ich Rock!" mit Isabelle Adjani. Sie spielt eine Lehrerin an einer Schule an der überwiegend Kinder mit Migrationshintergrund ausgebildet werden. Sie wird von den Schülern täglich gedemütigt und verachtet. Als Sie zufällig die Pistole eines Schülers in die Hände bekommt, wehrt sie sich. Sie nimmt die Schüler als Geiseln und zwingt diese, sich mit ihr auseinander zu setzen. Die Polizei ist auch bald vor Ort. Es gibt KEIN Happy End und ich mache mir Sorgen, was in Frankreichs Vorstädten in den nächsten Jahren noch so passieren wird... Dagegen kann ich mich noch an den Film "Dangerous Minds" mit Michelle Pfeiffer erinnern. Dort spielte sie eine toughe High-School Lehrerin, die -falls notwendig- als Ex-Marine auch mal ein paar Tritte verteilt. Ein 1,68m grosser Ex-Marine, wer soll das glauben? Alles wird gut, am Ende lernen die Kids brav. Wir wünschen uns alle solche Lehrer für unsere Kinder. Hoch lebe Hollywood die Traumfabrik.

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Dienstag, August 14, 2007

Vanilla Sky mit Tom Cruise und Penélope Cruz ist die amerikanische Fassung des spanischen Films "Abre los ojos" ("Öffne die Augen", von 1997). Aber wer weiss das schon. Die Dialoge sind identisch, die Szenen sehr ähnlich. Einfache Arbeit für den Regisseur des Remakes, oder? Penélope Cruz spielt in beiden Filmen mit.

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Freitag, Mai 19, 2006

"Woran ist er gestorben?" "Er ist völlig dehydriert!"

In jedem zweiten Krimi kommt ein solches Gespräch zwischen Gerichtsmediziner und Ermittler/Kommissar vor. Damit meint der Drehbuchautor, dass der Tote der vor uns liegt an Austrocknung, am Verlust oder Mangel von Wasser gestorben ist. Die englische Redewendung dafür ist: "He is dehydrated." Die korrekte Übersetzung lautet: "Er ist dehydratisiert." Die Übersetzung als "dehydriert" ist völlig unsinnig, dabei würde es sich um den Entzug von Wasserstoff, eine Dehydrierung, handeln. Das ist ein deutlicher Unterschied und auch wenn einem chemische Sachverhalte schnurzegal sind, sollt man doch als Drehbuchautor keinen völligen Unsinn schreiben!
Liebe Drehbuchautoren: Bitte übersetzt es richtig, oder schreibt wenigstens "Er starb an Austrocknung."
Neuerdings kommen solche unsinnigen Dialoge auch schon in deutschsprachigen Krimiserien vor. Ich werde das weiter beobachten. Vielleicht setze ich bei Gelegenheit noch ein paar Beispiele dazu.

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Edward Norton

Sehr guter Schauspieler, weiter beobachten!

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Verlorene Erinnerung

"Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Es gibt einen Kinotrick, die ganz großen Fragen ganz einfach spannend zu machen: Held verliert Erinnerung und muss unter Lebensgefahr die eigene Identität rekonstruieren." (Christof Siemes in Die Zeit, 22. 1. 04)

Filme in denen dieses Prinzip verwendet wird:

Welche Filme noch?

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Vertauschte Identitäten

Ein anderes stilistisches Mittel, um Menschen besser kennen zu lernen ist das Vertauschen der Identität.

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Fremde Beobachter

Ein beliebtes Mittel mehr über die Triebkräfte, Eigenschaften und Besonderheiten der Menschen zu erfahren, besteht darin, einen außenstehenden Beobachter in die Handlung einzuführen. Was könnte weiter aussen stehen als ein Außerirdischer? Eben deshalb gibt es in jeder gut geführten SciFi-Serie mindestens einen Außerirdischen als Mitglied der Crew. Diesem müssen die anderen dann immer erklären, warum die Menschen gerade so und nicht anders handeln.

Beispiele:

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Sonntag, Juli 11, 2004

Cameron Diaz versus Liv Tyler

Eine hübsche Junge Frau verdreht allen Männern in ihrer Umgebung den Kopf, so dass diese ganz verrückt werden und allerhand Unsinn anstellen, um mit ihr zusammen zu kommen. Dieses Motiv finden wir in "Verrückt nach Mary" mit Cameron Diaz und "Eine Nacht bei McCools" mit Liv Tyler. Während "Verrückt nach Mary" recht sonnig und fröhlich daher kommt, haben wir in "Eine Nacht bei McCools" eine ziemlich finstere Variante. Die Hauptperson Jewel (Liv Tyler) weiss sehr wohl, dass alle Männer verrückt nach ihr sind und nutzt das schamlos aus um an ihr Ziel zu gelangen. Welches Ziel? Ein eigenes Haus mit Sofa, Stereoanlage und Heimkinoanlage mit DVD-Player. Wenn ein Liebhaber mal nicht mehr zu gebrauchen ist, oder sich ein besserer findet, schiesst sie dem unbrauchbaren Exemplar kurzerhand in den Kopf. Am Schluss des Films taucht der Zwillingsbruder des erschossenen Liebhabers auf und sucht Rache für seinen Bruder. Dieser Zwillingsbruder sieht aus wie eine Parodie auf Michael Douglas in seiner Rolle in "Falling Down": weisses Hemd, Schlips und Schrotflinte. Michael Douglas selbst steht derweil draussen vor dem Fenster und beobachtet das Geschehen. War das etwas unklar ausgerückt? Dann seht euch den Film selbst an! Trotz oder gerade wegen des skurrilen Geschehens ist dieser Film äußerst unterhaltsam und ich musste mehrfach laut lachen.

Was ist mir noch aufgefallen: In beiden Filme spielt Matt Dillon einen etwas ungeschickten Liebhaber.

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Montag, März 08, 2004

Udo Kier

Wenn immer in Hollywood ein Darsteller für eine abartige / seltsame / schräge oder sonst wie ungewöhnliche Nebenrolle gesucht wird, greift man auf Udo Kier zurück. Damit hat er sich einen sicheren Stand in der US-amerikanischen Filmindustrie erarbeitet. Früher hatte Klaus Kinski ähnliche Rollen zu bewältigen.

Hier einige Beispiele:

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Leslie Nielsen

Vor vielen Jahren hatte er ernsthafte Rollen, daran erinnert sich aber wohl niemand mehr, z.B als junger Weltraumoffizier Commander John J. Adams in Forbidden Planet (Alarm im Weltall, 1956). Unter anderem verhalf dieser Film, dem Genre Science Fiction zum Durchbruch. Übrigens eine Adaption von Shakespeares "Der Sturm". Aufgrund der angestaubten Effekte würde man diesen Film allerdings heute wohl nicht mehr richtig ernst nehmen.

Zu spätem Ruhm gelangte Leslie Nielsen als "Die nackte Kanone".

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Dennis Hopper

Vom Easy Rider zum Psychopathen vom Dienst. In den 90er Jahren hatte er einige Rollen als psychopathischer Killer bzw. Verbrecher, z. B.:

Außerdem in vielen anspruchsvollen Rollen zu sehen; aktiv als Regisseur, Produzent, Maler.

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Mittwoch, März 03, 2004

Antonio Banderas

In Spanien hatte er unter der Regie von Pedro Almodovar äußerst anspruchsvolle Rollen auszufüllen die auch ein breites Spetrum schauspielerischer Fähigkeiten erforderte. Das reichte vom geistig zurückgebliebenen Jungendlichen in Fessel mich! (¡Átame!) bis zum schwulen islamischen Terroristen in Labyrinth der Leidenschaft (Laberinto de pasiones). Seitdem er in Hollywood arbeitet, ist er weitgehend auf die Rolle des Latin Lovers festgelegt und spielt seichte Komödien (Two Much mit Melanie Griffith), Actionfilme (Assasins, Desperado, Der 13. Krieger) und Kinderfilme (Spy Kids 1,2 und 3).

Hier einige interessante Filme der letzten Jahre:

Etwas Personenkult gefällig? Dann geht zur Antonio Banderas Web Mall.

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Dienstag, März 02, 2004

Auf Wunsch von Ralf schreibe ich noch was über Regisseur Peter Jackson. Den kennen wir alle von "Der Herr der Ringe". Was hat er früher gemacht? Nette Horrorfilme wie z.B. Braindead. Den solltet ihr Euch ohne Freundin oder Frau ansehen...

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