Donnerstag, März 29, 2012

Thinking about Trash Movies

Was ist Trash?

Schwierig zu definieren. Bei Wikipedia gibt es diesbezüglich einen längeren Eintrag.
Auf jeden Fall sollte die Handlung möglichst unsinnig sein, sich aber trotzdem ernst nehmen. In diese Kategorie gehört auf jeden Fall "Sumuru - Schiffbruch auf dem Planeten der Frauen" mit Michael Shanks, den man aus Stargate kennt. Ein weiterer sehr schöner Trash-Film ist "John Carpenter's Ghosts of Mars" mit Natasha Henstridge, Ice Cube and Pam Grier und einem blutjungen Jason Statham. Pam Grier schreitet in einem völlig überflüssigen aber sehr dekorativen Ledermantel über den Mars und ihr Kopf landet im weiteren Verlauf des Filmes auf einer Stange. Ein weiterer Lieblingsfilm dieses Genres ist "Battlefield Earth" mit John Travolta und Forest Whitaker. Fragen über Fragen gibt es hier für den Zuschauer. Wie überleben die Menschen in einer steinigen Einöde? Wenn sie nahezu wie Höhlenmenschen vegetieren, wieso kann der Hauptheld plötzlich lesen? Wieso haben die Aliens dermaßen primitive Technologien zur Goldgewinnung? (Man sieht Arbeitssklaven mit Hämmern um große Schmiedefeuer herum.) 

Dienstag, März 27, 2012

The King of Exploitation Films

Roger Corman - Der König der Exploitation-Filme


Auf Arte lief eine Dokumentation über Roger Corman mit dem Titel "UFOs, Sex und Monster - Das wilde Kino des Roger Corman". Dabei habe ich vieles Interessantes erfahren. Er hat immer darauf geachtet unabhängig zu bleiben. Dadurch waren seine Budgets häufig beschränkt, da er meist nur sein eigenes Geld einsetzen konnte. Im Ergebnis entstanden viele kleine, billige Produktionen mit reisserischem Inhalt, je nach Dekade und Zustand des Zeitgeistes und der Zensur zunächst über außerirdische Monster und Horrorfilme und später (in den 70er Jahren) mit Sex und Erotik aufgeladene Streifen.  
Etliche Ideen für aktuelle Filme stammen von ihm, so z.B. "The Fast and the Furious" (Original von 1955, Remake von 2001) und "The Little Shop of Horrors" (Original von 1960, Remake von 1986) .
Er war "Lehrmeister" -wenn ich so sagen darf- für Regisseure wie Peter Bogdanovich, Francis Ford Coppola und Martin Scorsese. Diese inszenierten ihre ersten Filme unter seine Produktion. 
Er gab vielen heute bekannten Schasupielern erste Hauptrollen oder überhaupt eine Rolle wenn niemand anderes ihnen eine geben wollte. Dazu gehören Jack Nicholson, Whilliam Shatner ("The Intruder" oder auch "White Terror"), Dennis Hopper, Robert de Niro ("Bloody Mama"), Tommy Lee Jones ("Jackson County Jail") und Pam Grier. Peter Fonda hatte davor schon Erfolge mit anderen Filmen gehabt. Mit dem Corman-Film "Die wilden Engel" über die Hells Angels gelang ihm ein dramatische Imagwechsel. Darauf folgte "The Trip" ein Film über Drogen wie LSD. Die Synthese dieser beiden Themen inspirierte Peter Fonda schließlich zu seinem eigenen Film "Easy Rider".
Ein besonderes Kapitel der Filmgeschichte sind sicher seine Bearbeitungen sowjetischer Science-Fiction-Filme in den 1960er Jahren. Die eher enrsthaften Sowjetfilme wurden mit schlüpfrigen Szenen halbnackter Frauen aufgepeppt, damit sie den Geschmack des amerikanischen Publikums besser genügten. Stellen Sie sich vor wie Roger Corman zu seinem jungen Mitarbeiter Francis Ford Coppola sagt: "Nimm ein paar blonde Frauen, stecke sie in wallende Gewänder und dreh ein paar Szenen. Die darfst Du dann in den Film reinschneiden. Dann wird da noch ein interessanter Film draus." [Diese Ansprache ist fiktiv!] 

Samstag, März 03, 2012

"Winchester 73" versus "Fahrtenbuch"

Heute einmal einen Vergleich zwischen Film und Buch. Die Themen, die Zeit und die Handlung sind vollkommen unterschiedlich, der dramaturgische Kunstgriff um die Geschichte aufzubauen ist der Gleiche. Im Film "Winchester 73" dreht sich die gesamte Story um besagtes Gewehr. Ein Cowboy gewinnt dieses bei einem Schießwettbewerb, unmittelbar danach wird es gestohlen und wandert von Hand zu Hand. Der Zuschauer folgt immer weiter dem Gewehr bis zu einer Schießerei in den Rocky Mountains.
In dem Buch von Niklas Maak "Fahrtenbuch. Roman eines Autos" folgt der Leser der Spur eines Mercedes 350 SL, Baujahr 1971. Das Auto wandert von einem Besitzer zum Nächsten, das ist der rote Faden des Buches.
Gibt es eigentlich einen Fachbegriff für diese Art des Handlungsaufbaus? Ein McGuffin ist es nicht. Diesen Begriff hat Alfred Hitchcock für ein Objekt eingeführt dessen Inhalt wir nicht kennen, der aber dazu dient die Handlung auszulösen oder voranzutreiben.